FrauenIm.Net Digitale Medien für Frauen Feminismus trifft Netzpolitik Ein Wochenende lang geht es um die Möglichkeiten des Internets für Frauen, um Partizipation und Repräsentation in den digitalen Medien. Eingeladen sind sowohl internetaffine als auch technikunerfahrene Frauen und Männer. Workshop: Netzpolitik als emanzipatorisches Thema (Leena Simon) Der Vortrag soll vermitteln, weshalb Netzpolitik als emanzipatorisches Thema zu verstehen ist und gleichzeitig einen thematischen Einstieg in das Seminar bieten. Fr. 04. Juni 2010, 19:30 Uhr Vortrag: Frauen, die bloggen, sind gefährlich (Helga Hansen, Mädchenmannschaft) Bloggende Frauen sind selten unter den Top Blogs zu finden, selbst wenn sie Top Inhalte bieten. Nicht alle Frauen bloggen über Familie, Kinder, Mode – manche schreiben ihre Meinung über den Zustand unserer Gesellschaft öffentlich ins Netz. Über die ersteren wird sich gern mal lustig gemacht und letztere erfahren oft “Gegenwind” in Form sexistischer Kommentare. Warum sind Strickblogs harmlos und gesellschaftliche Themen gefährlich? Sa, 05. Juni 2010, 9:00 Uhr Vortrag: Androzentrismus im Netz 2.0 (Rena Tangens) Androzentrismus ist die Betrachtung der Welt aus der männlichen Perspektive, das bedeutet auch: Der Normalfall ist männlich, weiblich ist Zusatzeigenschaft, Ausnahme. Um die Netze zu einem Ort für Frauen zu machen, reicht es nicht, wenn mehr Frauen in den Netzen vertreten oder „Frauenthemen“ im Netz sind. Frauen müssen auch an der Gestaltung des inhaltlichen Angebots, der Organisation der Netzstruktur und an der Gestaltung der Technik / Software arbeiten. Sa, 05. Juni 2010, 10:00 Uhr Vortrag/Diskussion: Feministischer Journalismus im Netz (Beate Hausbichler von dieStandard.at) Feministische Medien haben sich u.a. gegründet, weil frauenpolitische Themen in der politischen Öffentlichkeit bis heute ignoriert und ausgespart werden. Das journalistische Publizieren im Netz hat gegenüber Printmedien Vorteile, die auch feministisch-kritisch genutzt werden können, wie z.B freie Zugänglichkeit (und damit eine höhere Reichweite) und die Einbeziehung von Vielstimmigkeit. Am Beispiel von dieStandard.at wollen wir diskutieren, was feministischer Journalismus im Netz sein kann und wo Grenzen liegen. Sa. 05. Juni 2010, 11:00 Uhr Vortrag: Spannend – Kultur|Gender|Netz (Jakob Jochmann) Spannungsverhältnis von kultureller Identität, Geschlechterdiskurs und Globalisierung/Netzthematik Sa. 05. Juni 2010, 14:00 Uhr Vortrag: Privatsphäre im Internet (Gabriele Pohl) Privatheit im Internet bewahren zu können, ist kein Widerspruch sondern notwendige Voraussetzung für ein offenes Netz. Offen für jede, die selbst entscheidet, wie öffentlich sie darin sein will oder auch, von welcher Seite sie sich präsentieren will. Sa. 05. Juni 2010, 14:45 Uhr Vortrag/Diskussion: Risiken im Netz – Cyberstalking (Gudrun Habersetzer) Überblick über Cyberstalking, die aktuelle Rechtslage und mögliche Strategien des Umgangs. In der Diskussion werden Erfahrungen ausgetauscht und Ideen dazu gesammelt, welche Bedeutung die Netzpolitik zum Schutz von Frauen im Netz hat und welche Forderungen Frauen stellen sollten, um Verfolgung per Cyberstalking abzuwehren. Sa. 05. Juni 2010, 16:00 Uhr Workshop: Frauen für Netzpolitik gewinnen. Aber wie? (Leena Simon) Ideenwerkstatt. Gemeinsam wollen wir nach praktischen und umsetzbaren Ideen suchen, Frauen und Mädchen für Netzpolitik zu interessieren: ob Workshops an Schulen oder ein Podcast mit Frauen als Zielgruppe oder etwas ganz anderes. Fr. 04. Juni 2010, 17:00 Uhr E-Mail-Verschlüsselung ganz praktisch (Silke Meyer und Gabriele Pohl) Man kann auch in der virtuellen Welt seine Briefe unterschreiben, und so Daten- und Identitätsdiebstahl vorbeugen, aber wie? Install- und Keysigning-Party für alle, die‘s mit der eMail-Verschlüsselung versuchen wollen und ihren Laptop dabei haben. Sa. 05. Juni 2010, 20:00 Uhr Workshop: „99 Sängerinnen“ oder warum Sprache wichtig ist (Gudrun Habersetzer) Ziel des Workshops ist es, zu verstehen, warum geschlechtergerechte Sprache wichtig ist und zudem Lösungsmöglichkeiten für ganz alltägliche Formulierungsprobleme zu finden. Gemeinsam sind wir kreativ im Entwickeln neuer Sprachideen und Wortschöpfungen. So. 06. Juni 2010, 9:00 Uhr Workshop: Netz_Männer und ihr Un_Verständnis für Netz_Feminismus (Hannes Hauswedell) Wie unterscheiden sich „Netzmänner“ von anderen Männern im Bezug auf Geschlecht und Sexismus? Wie geht man und besonders frau damit um? So. 06. Juni 2010, 9:45 Uhr Vortrag/Diskussion: Zum Verhältnis von Netzpolitik und Fragen sozialer Gerechtigkeit (Kathrin Ganz) In Bezug auf alle Politikfelder muss die Frage gestellt werden, inwiefern gesellschaftlich unterschiedlich positionierte Personen von bestimmten politischen Problemen, Forderungen und Maßnahmen unterschiedlich betroffen sind und was das für das Ziel einer umfassenden sozialen Gerechtigkeit bedeutet. So. 06. Juni 2010, 10:30 Uhr Vortrag: Wie wichtig ist wichtig? (Anne Roth) Wichtige Blogs werden in Deutschland von Männern geschrieben. Allerdings: wer sagt, was wichtig ist, und für wen? Wollen Frauen wichtig sein? Sollten Frauen wichtig sein? Warum definiert sich ‚Wichtigkeit‘ in der Blogosphäre u.a. über die Zahl der Verlinkungen? Ein Resümee der Debatte des letzten halben Jahres. So. 06. Juni 2010, 11:15 Uhr Vortrag: Wie kommen wir aus dem Netz wieder auf die Straße? (Stephanie Mayfield, Feministisches Zentrum) Thema des Wochenendes ist das Netzwerken im Internet. Doch wie setzen wir die so gewonnenen Netzwerke, Kontakte und Kommunikationsmöglichkeiten effektiv ein, um “die Welt zu verändern”? So. 06. Juni 2010, 14:00 Uhr